Corporate Twitter Account @germanwings

12. Februar 2010 von wanoola

In diesem Posting möchte ich über die Voucheraktion von Germanwings schreiben. Kurz zum Hintergrund: Am 4. Februar 2010 hat die Fluggesellschaft auf diversen Medien verbreitet, dass ab sofort 200.000 Tickets für 19,99 € verfügbar sind, u.a. auch auf Twitter.

Daraufhin sind so viele User auf die Plattform gesurft, dass die Server geschwächelt haben, ähnlich einer DoS-Attacke. (Ich persönlich habe 3 Buchungen getätigt und habe pro Buchung ca. 20 bis 30 Minuten gebraucht.) Einen Tag später hat sich das Unternehmen zu der Panne geäußert:

Meiner Ansicht nach vorbildlich, dass das Unternehmen eigene Fehler zugibt und dazu steht! Das sorgt für ein positives Image, weil es Germanwings menschlich, sympathisch und damit glaubwürdig macht. Genau die richtige Reaktion! Damit die Twitter-Szene nicht kurzum die Hashtags #germanwings und #fail in Verbindung setzt, wurde strategisch gegengesteuert:

Und am 12. Februar wurde die Ankündigung erfreulicherweise in die Tat umgesetzt:

Interessant ist in diesem Tweet der Zusatz: „…für Follower & Fans only“. Den Gutschein bekommen nämlich nur Follower bei Twitter oder Fans der Germanwings-Facebook-Page.

Ich habe den Gutschein tatsächlich bekommen!

Fazit: Diese Aktion zeigt, dass die Tochter der Lufthansa Wert auf Image legt und den Einsatz von Social Media verstanden hat - auch bei einer Panne.

Dies war das erste Beispiel einer Beitragsreihe, warum Corporate Twitter Accounts durchaus Sinn machen.


3 Kommentare zu “Corporate Twitter Account @germanwings”

  1. Stefan Martens

    Die Aktion ist ein klasse Beispiel – sag mal, hast du das quasi selbst herausgefunden oder wurde darüber irgendwo berichtet?

    Es klingt so nach Erfahrungsbericht, was ich super finde, da man solche Art von News ja sonst irgendwo bei den “Großen” liest und dann darüber bloggt.

    Btw: Jetzt erwarten wir aber alle von dir REGELMÄSSIG Blog-Beiträge, ne? :-)

  2. Stefan Martens

    Ach und noch was – Ist dieser Beitrag absichtlich in der Kat. Enterprise 2.0 abgelegt?

    Ist ja per Definition eigentlich innerhalb der Firewall anzusiedeln, aber jetzt wo ich drüber nachdanke bietet sich der Begriff e20 auch für externe Social Media Aktivitäten an. Macht irgendwie Sinn. Ist ja aber leider schon durch Mcafee und co als “intern” definiert. Egal. :)

  3. wanoola

    >> sag mal, hast du das quasi selbst herausgefunden oder wurde darüber irgendwo berichtet?

    Wenn darüber schon berichtet wurde, hätte ich die Quelle sicherlich genannt. Du hast den Sinn und Zweck komplett verstanden. Es soll ein einfacher Erfahrungsbericht sein, nicht mehr und nicht weniger. Infos, die man eben nicht auf den einschlägigen Twitter-Accounts oder sonstigen Online-Medien bekommt. Der #Germanwings-Beitrag ist ein Beispiel aus dem täglichen Leben.

    >> Ist dieser Beitrag absichtlich in der Kat. Enterprise 2.0 abgelegt?

    Wie du siehst, befindet sich das Blog noch im Anfangs-Stadium. Daher habe ich auf Kategorien noch keinen Wert gelegt. Das wird sich mit den Beiträgen in Zukunft wahrscheinlich von selbst erledigen. Der Fokus liegt aber auf jeden Fall auf Enterprise 2.0, Digital Life und Social Media.

    >> Ist ja per Definition eigentlich innerhalb der Firewall anzusiedeln, aber jetzt wo ich drüber nachdanke bietet sich der Begriff e20 auch für externe Social Media Aktivitäten an.

    Definitiv! Nur weil ein Prof. aus den USA im Jahr 2006 mal eine Def. rausgehauen hat, ist das ja nicht in Stein gemeißelt! Für mich geht Enterprise 2.0 weit über die interne Kommunikation hinaus!

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